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Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois, couper des planches et distribuer du travail, mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

(Antoine de Saint Exupery.)

2.9.07 22:31


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Da alle Konstruktionen, die auf "Reise", "Fahrrad", "Abenteuer", "(Süd)-Amerika" etc beruhen, mit ziemlicher Sicherheit vergeben sind - wie sollte ich dieses Tagebuch nennen? Ich hatte ein paar Ideen, die offenbar glücklos geblieben sind; aber es ist keine besonders gute Idee, davon zu schreiben.

Der zweite Sommer dieses Jahres heißt es jetzt also. Keinen Winter und auch nicht das, was man in Wien so nennt. Der Titel hat Schwächen, ist länglich, und geht nicht allzu leicht über die Lippen. Aber was solls.

Und wenn ich schon bei den Dingen in eigener Sache bin: gewissermaßen darum geht es hier ja. Wenn alles gutgeht, wird diese Reise den Rahmen dessen sprengen, wovon man erschöpfend erzählen kann. Es wird so viel passieren. Damit du, liebe Leserin, lieber Leser, zumindest einen groben Überblick zu geben, was denn alles geschehen ist, dafür ist diese Seite da.

Reinhold Messner hat den Nanga Parbat zweimal bestiegen; die Geschichte dazu ist relativ bekannt; in der Beschreibung seines Alleingangs nimmt er (laut Wiglaf Droste) kaum auf etwas Bezug als nur auf sich selbst, so als sei die Welt nur ein Spiegel, in dem er sich selbst zu erkennen versucht. Darauf, erraten, bin ich nicht aus. Ich glaube nicht, dass mich die Reise unverändert lassen wird, aber ich weiß nicht, ob ich über die Natur der Veränderung berichten will; wenn du, lieber Leser, liebe Leserin, in meinem Freundeskreis bist, wirst du dir danach dein eigenes Bild machen können. Wenn nicht, kommen hier die Überlegungen zur Privatsphäre ins Spiel. Außerdem: wer nicht weiß, wie ich vorher war, wird nicht viel davon haben zu wissen, dass ich beispielsweise "jetzt gelassener bin als früher."

Aktuell zu erledigende Reisevorbereitungen: Rad aufmotzen (endlich Satteltaschen montieren), bei BA wegen des Flugs nachfragen. Die zweite Impfcharge ausmachen. Eventuell: Gesundenuntersuchung und Inventarisierung des Rades*). Eine Annonce aufgeben, wegen der Zwischen/Nachmiete. Meine Habseligkeiten versorgen.

*) Solche Dinge sollen das Tagebuch auch für Außenstehende lesenswert machen: konkrete Tipps. vor einer längeren Radreise ist es nützlich, festzuhalten, aus welchen Teilen das Rad genau besteht, und wie die Abmessungen sind. Das erleichtert, im Fall einer Reperatur, die Beschaffung der Ersatzteile erheblich (bzw. ermöglicht den zurückgebliebenen Freunden die Zusendung per Post.)  
6.9.07 13:25


"Felix sorgt für Verwüstungen in Mittelamerika"

Ja, klar, ich krieg wieder einmal die Schuld an allem. Wer solls denn sonst gewesen sein, der Wind? Hm?

Es ist mir noch was eingefallen: wenn jemand wen kennt, der ab Oktober ein Wg-Zimmer (Dreier-WG mit sehr angenehmen Mitbewohnern) brauchen kann (sehr billig, direkt an der U-Bahn, mit Garten), gebt mir bescheid. Alles, was erledigt ist, hilft mir weiter.

Ach, und ab München sind die Flüge nach Buenos Aires deutlich billiger. Es ist nebenbei möglich, dass wirkliche Auskenner noch bessere Ratschläge parat haben; natürlich. Aber ich will diese Unternehmung keinem wie auch immer gearteten Streben nach Optimalität unterlegen. There is room for mistakes. (Shearwater.)

6.9.07 13:49


Ich habe anscheinend den Flug gebucht, und warte auf die Bestätigung. Erst dann ist klar, von wo ich fliege, und wann.

Der Fortschrittsbericht sagt: ich habe die zweite Impfung gegen Tollwut empfangen. Offenbar verlangen die Bezirksstellen unterschiedliche Preise. In Wien kostet die Charge gegen Tollwut 50 Euro, in Innsbruck sind es 15 Euro mehr.

Im Moment geht einiges weiter. Nach Überschlagsrechnung wird mein Gepäck zwischen 20 und 30 Kilogramm wiegen, wobei der Gedanke vernünftig ist, sich vor Ort so viel wie möglich zu beschaffen (das lässt sich am ehesten für Gewand realisieren.) Die 30 Kilo dürften die absolute Obergrenze sein, für den Fall, dass ich mehrere Tage in menschenleerer Gegend unterwegs bin.

 Die Sorgen kreisen im Moment um den Umzug und dessen Organisation. Mit und dank der Unterstützung der anderen erscheint das aber nicht schwerer, als sagen wir, die Erledigung der Hausaufgaben in einem Fach, in dem man mitlernt (Spanisch.)

17.9.07 10:15


Die große Fracht des Sommers ist verladen, das Sonnenschiff im Hafen liegt bereit...

Ich habe mein Ticket! Und außerdem meine Fahrradtaschen (wahrscheinlich sogar zu viel Stauraum fürs erste, aber es ist vielleicht ganz angenehm, wenn man die Siebensachen einfach in den Taschen unterbringen kann, ohne sie zuerst mit Waffengewalt zusammenzustauchen. Ich bin etwas verkühlt, aber ich hab ja noch Zeit, mich auszukurieren.

YOUR ITINEARY:

08OCT 1120 MUNICH - SAO PAOLO GRU 1850

09OCT 0630 SAO PAOLO GRU - BUENOS AIRES EZE 0910

 steht auf den Tickets. Ich gebe zu, dass ich das öfter lese als notwendig.

 

I'll finally start this, with apologies to my english readers:

The news is: I've got my ticket! I also bought four panniers. Assumedly, they will provide more freight room than necessary, but it might be comfortable not to have to stuff everything together into them. I am a little ill, but I still have time to recover.

20.9.07 00:12


Mein WG-Zimmer ist, so Gott will, vergeben. Mein Nachmieter hat zwei Katzen, und damit ist unwahrscheinlich, dass es sich um einen unsympathischen Menschen handelt. Die nächsten Stationen der Vorbereitung: das Rad muss inventarisiert werden. Die dritte Impfcharge steht noch aus. Ich sollte meine Habseligkeiten zusammenrichten, um den Beschwerlichkeiten des Auszugs (gering) entgegenzuwirken.

Wenn man einen Berg besteigt, sieht man zumeist schon geraume Zeit vorher den Gipfelaufbau; bei schöneren, schwierigeren Bergen kann es sein, dass der Gipfelaufbau schon von weitem zu sehen ist, und es scheint erstaunlich, dass dort irgendwo ein Weg führen soll; die Formationen schauen nicht wesentlich anders aus, wenn man näher kommt, und man hat unwillkürlich das Gefühl, vor erheblichen Schwierigkeiten zu stehen - und es überdauert den Aufstieg, weil die Felsnase, der Grat, die Rinne doch nicht die Zähne gezeigt haben, die man vermutet hätte.

Zwei Aphorismen haben sich um die Überschrift gebalgt, aber sie wurden beide schon hinreichend gewürdigt, und hauen beide etwas zu sehr auf die Pauke, deswegen stehen sie hier:

He is truly wise,
who has travelled,
and knows the ways of the world.

Ab einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

English summary: We have found a successor for my room. He has two kittens, so he might be a sympathetic guy.
The next tasks of preparation are: to get to know & write down all the parts of the bicycle. (In case I need spare parts, this will come in handy.) I have to finalize my vaccination. I ought to get my stuff together, in order to simplify the process of moving out.
The paragraph below is merely describing how it feels to organize an adventure, by comparing it to the ascent on a high, probably technically challenging, mountain.

The second aphorism translates as:

At a certain point there is no return. This point is to be reached.

24.9.07 13:56





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